Songs made in 2014 – der Jahresrückblick

cds2014Was war gut an 2014?
Ich hab‘ drüber nachgedacht und so auf Anhieb war mir das gar nicht klar. Am Ende kam ich zu der Überzeugung, dass ich vor allem sehr viel Spaß mit Musik hatte.
Von dieser Musik kommt nur ein kleiner Teil hier in dieser Jahresabrechnung vor, denn ich habe wie immer Musik aus allen Jahren seit ca. 1950 gehört und besonders die 80er im Blick gehabt. Und ein bisschen hab‘ ich sogar selbst welche gemacht. Hier aber meine liebste Musik zum Anhören aus dem Jahr 2014 (Ausnahme: die Konsumbands):

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Top 20 Alben

12 Jacket (3mm Spine) [GDOB-30H3-007}1. Masked Intruder – M.I.
Ein Meisterwerk! Poppiger Punk mit tollem Gesang, einem sehr starken Bubblegum-Feeling und messerscharfer Produktion. Hammer, und viel besser als das Debutalbum. Weezer und die Ramones (zweite bis sechste Scheibe) sind die Referenzen.

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Machinehead Bloodstone_&_Diamonds_album_cover2. Machine Head – Bloodstone & diamonds
Nachdem ich ihr Meisterwerk „The blackening“ im Jahr 2007 nicht ausreichend gewürdigt hatte, hier meine Ehrerbietung für die Neue. Sehr atmosphärische und symphonische Platte, die dennoch ordentlich reinhaut. Gefällt mir deutlich besser als die Letzte.

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CJRamone_Last_chance_td3. C.J. Ramone – Last chance to dance
Wow! Seit dem Ende der Ramones ist dies diejenige Platte, die am stärksten nach den Helden klingt! Die toppt sogar Dee Dees letzte Soloplatten und die beiden von Joey. Sehr geil und zugleich unheimlich eingängig, ein bisschen cheesy…

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Castro - The river need4. Castro – The river need
Yeah, Katja von Life…but how to live it!? ist wieder da mit einer super CD. Sehr abwechslungsreich, zwischen 80er Punk/Hardcore, Grunge und schrammeligem 89er Indierock ist alles dabei. Relativ einfach gespielt und wenig produziert aber irre gut arrangiert und mit viel Freunde und Feeling dargeboten, macht Spaß!

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The_Both_album_front_cover5. The Both – s.t.
Super Paarung: Aimee Mann, die ich als Songwriterin und Sängerin sehr gerne mag, und Ted Leo, der etwas mehr Indie und Ungestümheit mitbringt. Zusammen klingen  sie wie die besten Momente von jedem einzeln, eine Achterbahnfahrt der Gefühle! (Nicht von dem bekackten Cd-Cover irritieren lassen…)

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7seconds_leave_a_lo6. 7 Seconds – Leave a light on
Mein lieber Scholli, hier kommt ja ein Hit nach dem nächsten! Beim Konzert vor über einem Jahr fand ich sie gar nicht so gut, aber diese Platte geht echt ab wie Sau und macht Laune! Ein sehr guter Kompromiss aus dem 80er- und dem Anfang-90er-Sound!

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michaelschenkertemple_bridgethegap_6007. Michael Schenker – Bridge the gap
Ein bisschen gemogelt, denn die erschien schon Ende 2013. Muss aber hier rein, denn es ist eine der besten Hardrockplatten der letzten Jahre! Melodisch, räudig, mit tollen Solos… vom Anfang bis zum Ende ein gelungenes Album. Und so frisch, das hätte ich dem ollen Michael gar nicht mehr zugetraut!

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Death_From_Above_The_Physical_World_album_art8. Death From Above 1979 – The physical world
Blues-Indierock mit viel Punk dabei. Geniale Basssounds und kurze, knackige Songs! Klingt ungewöhnlich, aber wenn man die erste CD (vor diversen Jahren erschienen) kennt, auch wieder nicht so ungewöhnlich. Unerwartet tolles Comeback!

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oysterband_diamonds_300px9. Oysterband – Diamonds on the water
Anfangs war ich mit dieser neuen Oysterband nicht so ganz zufrieden, das mag aber auch am schlechten Cover gelegen haben. Inzwischen finde ich, dass neben schönen ruhigen Songs auch ein paar echte Ohrwürmer dabei sind. Und der Sound ist erdiger als bei „Ragged kingdom“, wenn auch nicht so reduziert wie auf „Meet you there“.

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pineapple_thief - magnolia10. The Pineapple Thief – Magnolia
Diese Band wird immer besser. „Mindestens so gut wie Muse und Radiohead!“ hörte ich jemanden sagen. Naja, ein bisschen mehr Atmosphäre haben sie trotz einer gewissen Sterilität schon. Und einen leichten Hang zu flächigen Artrockpassagen. Aber bei „Magnolia“ stimmt die Mischung und das Album ist auch als Ganzes super hörbar.

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John_Garcia_st11. John Garcia – s.t.
Wow, der alte Kyuss-Shouter knüpft hier nahtlos an die große Vergangenheit und auch Vista Chino vom letzten Jahr an. Das psychedelische Element tritt allerdings gegenüber dem Hardrock etwas in den Hintergrund, also eher was für Fans der Queens Of The Stone Age als für diejenigen der mehr ausufernden Kyuss-Songs. Für mich eine der Überraschungen des Jahres!

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Bob_Mould_B&R_cover12. Bob Mould – Beauty & ruin
Bob Mould macht genau dort weiter, wo er 2012 mit „Silver age“ aufhörte. Und es ist gut. Ein bisschen klingt die Sache nach Sugar, manchmal sogar ein wenig nach Hüsker Dü und die knarzigen Vocals sind auch wieder sehr gut. Ich höre die CD ohne Ende, also von mir aus gerne noch so eine!

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Gaslight_Anthem_Get_Hurt13. The Gaslight Anthem – Get hurt
Ja, es ist Pop, der hier und da mal mit ruppigen Gitarren garniert ist. Dazu eine glatte Produktion und anfangs dachte ich, das wäre dann wohl eher ein Flop des Jahres. Aber nach und nach habe ich in den Songs schöne Melodien, tolle Surfgitarren und manchmal auch die typischen Gaslight Anthem Texte gefunden. Deswegen am Ende weit weg vom Flop!

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ray_cooper_palace_ot14. Ray Cooper – Palace of tears
Wunderschöne Songs hat der ex-Oysterband Bassist hier komponiert. Und grandiose Texte noch dazu. Wenn die Platte jetzt vom Sound so klingen würde wie ihr Vorgänger, dann wäre sie wohl in den Top3. Leider haben die Arrangements aber teilweise etwas zu viel Schnickschnack mitbekommen, zu viele Instrumente, zu viel Schmalz und eine etwas unpersönliche Atmosphäre. Trotzdem eine sehr gute Platte.

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Darkest_Era_Severance15. Darkest Era – Severance
Wie das Cover schon verdeutlicht, sind Darkest Era düsterer geworden. Atmosphäre und Zusammenspiel gewinnen an Bedeutung und lange Soli oder Iron Maiden-Gedächtnissongs treten in den Hintergrund. Bei fast allen Songs gelingt das hervorragend und nach ein wenig Eingewöhnungszeit habe ich mich mit dem stilistischen Wandel angefreundet.

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Ben_Racken_III16. Ben Racken – III
Diese deutsche Punkband habe ich vergangenes Jahr für mich entdeckt. Stilistisch ungefähr zwischen Dritte Wahl und Die Strafe einzuordnen, ist das größte Manko ihres dritten Studioalbums, dass es zu kurz ist! Ansonsten: gute Texte, gute Produktion, oft (aber nicht immer) traurige Atmosphäre. Würde ich gerne mal live sehen.

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ethan_johns_the_reckoning17. Ethan Johns – The reckoning
Zwischen introspektiver Akustikgitarre und abgefahrenem Bluesgebrate variiert Johns‘ Musik und es ist beides sehr gut! Weder stellt sich wie befürchtet Eintönigkeit ein, noch ist die Stimmung immer gleich. Sehr cooles und definitiv abseits vom Mainstream befindliches Teil!

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Afghan_Whigs-dotothebeast18. Afghan Whigs – Do to the beast
Die alten Scheiben sind mir doch ein wenig zu seltsam und vertrackt, aber aufgrund der tollen Twilight Singers- und Gutter Twins-Veröffentlichungen habe ich mir auch diese hier gekauft. Und sie rockt ganz gut! Hat zwar kaum Melodien und ist auf ’ne Art sehr ungewöhnlich, aber dabei doch eindeutig im Kontext der beiden oben erwähnten Projekte. Sehr schön!

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U2_Songs_of_Innocence_cover19. U2 – Songs of innocence
Viele Menschen haben sich ja beschwert, dass der eitjunes Briefträger ihnen ungefragt ein Promopäckchen in den Kasten geworfen hat. Bei mir dagegen kam dasjenige erst auf Nachfrage, dafür gefiel es mir auch sehr gut. Gerade dass hier weniger gerockt wird und mehr Pop dabei ist, finde ich gut. Ein bisschen retro ist das, ja, aber ich mag eben die U2 der 80er am liebsten. Wobei der Bezugspunkt hier ungefähr „War“ und „Unforgettable fire“ ist. Für mich eine positive Überraschung!

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Primordial-Where-Greater-Men-Have-Fallen20. Primordial – Where greater men have fallen
Das Tolle an der neuen Primordial ist, dass sie wie erwartet klingt. Leider bedeutet das auch eine gewisse Stagnation und an das Überalbum „The gathering wilderness“ kommt diese hier nicht ran. Vor allem weil die Gänsehautsoli der Gitarre weitgehend fehlen und weil gelegentlich zu viel rumgeschrien wird. Trotzdem sind hier gute bis sehr gute epische celtic doom metal Songs drauf.

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Flops 2014
Leider gab es in 2014 eher mehr Flops als sonst und ich musste ein wenig nachdenken, um die fünf krassesten herauszusuchen.
Bei diesen Alben hatte ich vorher Hits erwartet, war aber dann sehr enttäuscht:

The Black Keys – Turn blue
Cerebral Ballzy – Jaded & faded
Foo Fighters – Sonic highways
Latin Quarter – Tilt
Transatlantic – Kaleidoscope

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Boxsets des Jahres

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rainbow_boxRainbow: Singles-Box
19 Maxi-CDs, alle Singles in ihrer Originalfassung – ein echtes Sammlerstück! Und natürlich auch ausschließlich ein solches, denn wer „Finyl Vinyl“ hat, findet hier abgesehen von ein paar gekürzten Fassungen nichts Neues mehr. Und die Singles wurden auch nicht mit allen Tracks sämtlicher Versionen versehen, sondern es handelt sich meistens entweder um die europäische oder die japanische Version. Aber trotzdem toll, diese Maxis!

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soundgarden_b-sidesSoundgarden: Echo of miles
Endlich! Das definitive Soundgarden B-Sides Album, auf das man ja schon seit der A-Sides Compilation (1997) gehofft hatte! Abgesehen von ganz Wenigem ist hier wirklich alles drauf, u.a. ein paar unveröffentlichte Songs/Versionen. Es wurden auch mal wieder Überreste von zwei alten Sessions ausgegraben und vervollständigt und – leider wahr – sie sind viel besser als das reguläre neue Zeugs.

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MP2Monty Python’s Total Rubbish
Vielleicht ist es nicht jedem bekannt, aber Monty Python haben auch zahlreiche Platten veröffentlicht, Hörspiele oder Sketche (wie man es nennen will). Zum Teil sehr stark angelehnt an den Flying Circus oder ihre Kinofilme, zum Teil auch mit viel neuem Material. In allen Fällen bester Hörstoff! In dieser Box findet man neun Alben (acht Studio, eines live) und eine Vinyl-Single plus ein dickes Buch mit vielen irren Zeichnungen und natürlich erläuternden Texten. Alle Alben liegen in der bereits zuvor veröffentlichen Remastered-Fassung vor. Die meisten davon hatte ich zwar schon, auch einige originale LPs lagen mir vor, trotzdem ist es super, dass diese Box alles zusammenfasst!

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Top Konzerte 2014
1. Steve Hackett
2. Melones
3. Keston Cobblers‘ Club
4. JoStLe mit Alphonso Johnson
5. Fish

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Kaufrausch
Gerade weil es reichlich alte Scheiben in billigen CD-Boxen gab, habe ich von einigen Bands viele Alben gekauft. Nummer eins waren Blue Öyster Cult mit vier für mich neuen CDs und zwei Remasters, die ich noch nicht hatte. Dann kommen Threshold, die eine neue Platte veröffentlicht haben und von denen ich außerdem die Singles-Box gekauft habe. Und schließlich gehören auch noch UFO und Whitesnake zu den Kaufrausch-Rockern: von beiden hatte ich sechs neue CDs, zT in Remaster-Versionen oder als Ersatz für die LP.

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Top5 EPs (alphabetisch)
Dead Ending – DE III
Keston Cobblers‘ Club – A pocket guide to escaping
The Movement – Outrage!
NOFX – Stoke extinguisher
Off! – Learn to obey 7″

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15 Songs, die ich auch sehr gerne gehört habe:
Bigelf – Alien frequency (von „Into the maelstrom“)
Blue Angel Lounge – Melloch (von „A sea of trees“)
Brave Black Sea – The road (von „Fragments“)
Daisy Chapman – Last december (Download)
First Aid Kit – Fleeting one (von „Stay gold“)
John Fullbright – The one that lives too far (von „Songs“)
Häive – Ukon On Tulinen Turkki (von „One and all, together, for home“)
IQ – The road of bones (von „The road of bones“)
Mighty Oaks – Back to you (von „Howl“)
Roughneck Riot – Parasites (von „Out of anger“)
Santiano – The fiddler on the deck (Single)
Dan Sartain – Smash the Tesco (von „Dudesblood“)
Farin Urlaub – Herz? Verloren (von „Faszination Weltraum“)
WIZO – Kein Empfang (von „Punk gibt’s nicht umsonst!“)
Zaunpfahl – Überwacher (von „In Zeiten leerer Kassen“)

Stay alive and rock on
Harvey

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