1973 Top15 Longplayer

Genesis_SellingEngland1. Genesis – Selling England by the pound
Zwei meiner absoluten Lieblingssongs von Genesis sind hier drauf: „The cinema show“ und „Firth of fifth“. Insgesamt klingt die Platte etwas getragener und weniger experimentell als ihr Vorgänger. Mit „I know what I like“ landete die Band erstmal in den Charts – meiner Meinung nach einer der schwächeren Songs. Wohl das „englischste“ Album der Band und trotzdem wieder sehr abwechslungsreich und eigentlich ein Kurzgeschichtenband, nur eben mit Musik drumrum und innen drin. Platz 2 in meiner Genesis Top10!

King_Crimson_Larks_tongues_in_aspic_album_cover2. King Crimson – Larks‘ tongues in aspic
Die wahrscheinlich härteste Scheibe des Jahres, die trotzdem auch mehrminütige ruhige Passagen zu bieten hat. John Wetton auf dem Höhepunkt seiner Bassspielerkunst, Jamie Muir als Perkussionist, David Cross an der Violine und auch Bruford spielt natürlich herausragend wie immer! Trotzdem gut anhörbar, wenn man nichts dagegen hat, dass einige Songs ohne Gesang auskommen.
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Yes_Yessongs_front_cover3. Yes – Yessongs
Die möglicherweise beste Liveplatte der ganzen 70er Progszene. Hervorragende Versionen, die den komplexen Arrangements nicht nur Leben einhauchen, sondern auch noch das Quäntchen hinzu fügen, das die Angelegenheit zum Fest werden lässt. Gespielt werden Songs der Yes-Alben Nummer drei bis fünf plus ein Ausschnitt aus dem ersten Solowerk von Rick Wakeman. Wer die besagte Phase der Band noch nicht kennt, findet hier einen guten Einstieg.

sensational_alex_harvey_band-next...(1)4. Sensational Alex Harvey Band – Next
Die zweite Veröffentlichung der SAHB strotzt nur so vor Hits, wenn man als Hits Songs bezeichnet, die einfach grandios sind: neben einer Coverversion des Titelsongs von Jacques Brel sind dies zum Beispiel „Giddy up a ding dong“, „The faith healer“ und „Last of the teenage idols“. Stilistisch wird hier alles zwischen Kaffeehaus, Hardrock, Rock’n’roll und Progressive Rock abgedeckt.

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genesis_live5. Genesis – Live
Noch einmal Genesis, ja! Nur drei Monate vor dem neuen Studioalbum (s.o.) wurde auch die erste Liveplatte von Genesis veröffentlicht. Hier werden fünf Stücke in ihren Liveversionen präsentiert. das ist durchweg gut, auch wenn leider die Ansagen bzw. Stories von Peter Gabriel weggeschnitten wurden. Höhepunkt ist auf jeden Fall „The knife“, das ursprünglich noch mit dem alten Drummer aufgenommen wurde und hier von Phil Collins mit doppelter Energie gespielt wird.

Pink_Floyd_Dark_Side_of_the_Moon6. Pink Floyd – Dark side of the moon
Irgendwas ist falsch gelaufen, ich habe diese CD in meiner Topliste platziert und dann stand sie nicht da! Frevel! Diese legendäre Scheibe mit lauter guten und exzellent produzierten Art Rock Hits darf nicht fehlen! Für mich ein Konzeptalbum, auch wenn es keines ist. Hört sich aber so an. Ja, das ist es: genaues Zuhören, darum geht’s hier.
Eigentlich müsste jetzt jede Platzierung einen höher rücken und 15 rausfallen. Aber das lasse ich mal.

eloy_inside6. Eloy – Inside
Die zweite Eloy-Scheibe orientiert sich ganz offensichtlich an Deep Purple in deren progressiven Momenten. Die Songs sind kleine Epen mit langen Instrumentalpassagen und ordentlich Rock. Außer der Orgel sind keine Tasteninstrumente dabei und meistens ist auch nur eine Gitarre zu hören. Aber die Sache macht Laune und ist für mich eine der besten Eloy Platten überhaupt. Platz 3 in meiner Eloy-Hitlist!

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Camel-Camel7. Camel- Camel
Das besondere an Camels erstem Album ist, dass es sehr cool und trocken groovt und weniger durch Instrumentalparts oder längere Solos auffällt, als die späteren Scheiben. Hier hört man eine Band, die noch dabei ist, sich zu finden und trotzdem schon sehr tolle Songs schreibt und gut zusammen spielt. Mit dabei ist auch ein späterer Dauerbrenner: „Never let go“.

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MMEB_Solar_Fire8. Manfred Mann’s Eartband – Solar fire
Die beste Phase von MMEB begann ab 1972, als die Band einen elegischen Progressive Rock mit kleinem Hippie Touch spielte. Mick Rogers an der Gitarre und viele Tasteninstrumente von Manfred Mann machten den Sound der Band aus. Die Songs waren immer zu nicht unbeträchtlichen Teilen auch Coverversionen, die man am Ende allerdings kaum wiedererkannt. Hier gelingt die Mischung besonders gut und die Songs erzeugen unterschiedlichste Stimmungen beim Hörer.

Roxy_Music_-_For_Your_Pleasure_(Polydor_1973_LP)9. Roxy Music – For your pleasure
Roxy Music waren zu Beginn ihrer Karriere der Bastard aus Progressive Rock und Glam und das machten sie gut. Ohne übermäßig technisch zu sein, produzierten sie komplexe und atmosphärische, aber stets etwas unterkühlte oder wahlweise überhitzte Songs. Von denen auf dieser LP sind auch gleich mehrere sowas wie Klassiker im Repertoire der Band: „Do the strand“, „In every dream home a heartache“, „The bogus man“.

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Nektar_-_Remember_the_Future10. Nektar – Remember the future
Märchenhaften Prog mit reichlich Keyboards bieten Nektar hier an. Nur zwei Songs, aber beide über 16 Minuten lang. Ich finde, so gut wie „Remember the future“ ist keine andere Nektar-Scheibe gelungen, wenn es denn um Prog geht. Interessante Arrangements und eine Musik zum Träumen, dazu noch ein stimmungsvolles Cover – perfekt!

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Black_Sabbath_SbS11. Black Sabbath – Sabbath bloody sabbath
Sabbath halten das Niveau hoch und rocken weiter heftig ab. „Killing yourself to live“ ist mein Lieblingssong von dieser Scheibe. Kleines Manko: die Produktion erscheint mir seltsam ecken- und kantenlos. Zwar sind ein paar experimentellere Stücke dabei, die aber auch nicht richtig auf den Punkt kommen. Trotzdem ein gutes Album.

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Who_Quadrophenia_(album)12. The Who – Quadrophenia
Das ist ein ganz schöner Brocken: 17-Song Konzeptalbum auf 2 CDs. Nicht alles ist so gut wie bei „Tommy“, aber nichtsdestoweniger ist das eine runde Sache hier mit mehreren Highlights. Das Musical (Hilfe!) und auch den Film habe ich nicht gesehen und die Story auch nicht wirklich verstanden, aber die Musik ist The Who at its most progressive. Top Track: „Doctor Jimmy“.

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Iggy_Stooges_RawPower13. Iggy & The Stooges – Raw power
Bis 2007 war dies die letzte Studioveröffentlichung auf der „Stooges“ drauf stand. Manchmal als legendär eingestuft, ist die Platte auch ein wenig schwierig. Denn es ist echt Krach! Alles übersteuert und ohne Präzision gespielt, kommt der Titel der Angelegenheit natürlich gut rüber. Aber man kann es schlecht am Stück anhören. „Search and destroy“, „Gimme danger“ und „Shake appeal“ sind bekannt und gut. Trotzdem gefallen mir meistens die Coverversionen zu dieser CD besser als die Originale.

14Badger_One_Live. Badger – One live
Dies ist die Band, die Tony Kaye nach seinem Ausstieg bei Yes gründete. Sie spielte natürlich auch Prog, wenn auch etwas ruhiger und auch spannungsärmer als Yes. Trotzdem ist „One live“ – ihre erste LP, die zugleich ein Livealbum ist – eine hochinteressante und lohnenswert Angelegenheit. Ein bisschen alte Yes klingen hier durch, aber auch psychedelic-Einflüsse.

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Rick_Wakeman_The_six_wivesoH815. Rick Wakeman – The six wives of Henry VIII.
Das erste einer ganzen Reihe erfolgreicher Soloalben des Keyboard-Stars aus den 70ern. Hier porträtiert Wakeman in sechs Songs die sechs Frauen. Ob das inhaltlich gelungen ist, weiß ich nicht. Musikalisch aber schon. 70s Prog mit viel Klavier, Orgel, Synthie, ‚Tron usw. ist zu hören und dabei helfen natürlich auch hier und da die alten Bekannten von Yes oder den Strawbs mit weiteren Instrumenten aus. Keine Wakeman-Scheibe kommt an Yes heran, aber die Platte ist auf jeden Fall besser als nur 1/5-Yes!

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Stay alive and rock on
Harvey

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