2000 Top20 Longplayer

Meine liebsten CDs aus dem Jahr 2000:

transatlantic_smpte_ret1. Transatlantic – SMPTe
Ich hatte gar nicht viel von der CD erwartet, denn nur ein Mitglied war für mich interessant (Pete Trewavas). Aber mit ungestümer Spiel- und Experimentierfreude überraschte die Platte mich und zudem ist das Procol Harum-Cover noch besser als das ohnehin schon gute Original. Hammer!

x

Coldplayparachutesalbumcover2. Coldplay – Parachutes
Viele Leute hassen Coldplay. Ich ging 2000 völlig unvoreingenommen an sie heran. Mit der vagen Erinnerung, dass sie in der Presse gelobt worden waren, kaufte ich die CD im Urlaub gebraucht, weil ich mal neue Musik haben wollte. Und nach einer kurzen Einhörphase hat sie mich ohne Einschränkungen begeistert und noch heute ist es meine liebste Coldplay-CD. Pop mit etwas Pathos, interessante Gitarren und Atmosphäre, das hat die Platte alles reichlich zu bieten.

x

Tony Levin - Waters Of Eden - Front (2-2)3. Tony Levin – Waters of eden
Diese Soloplatte von Tony Levin unterscheidet sich von seinen anderen insofern, als dass hier überwiegend sehr ruhige Musik mit einer Affinität zur Klassik drauf ist. Gesang gibt es gar nicht und der Bass schmeichelt sich ohne Ende ins Ohr. Für genaues Hinhören und nachdenkliche bis romantische Abende sehr gut geeignet.

x

Ks_choice-Almost_happy_(orig)4. K’s Choice – Almost happy
Fast fröhlich, aber eben nur fast. Von den ursprünglich als Indiedisko-Export Belgiens angetretenen K’s Choice gibt’s hier deutlich ruhigere und vor allem nachdenkliche Töne zu hören. Gute Texte und eine melancholische Stimmung herrschen vor, das alles mit guten Alternative Pop-Songs und vorsichtigen E-Gitarren intoniert. Eine besonders unterbewertete Platte.

x

Peter Gabriel - OVO5. Peter Gabriel – OVO
Dies ist Gabriels Projekt für den Millenium Dome: die Geschichte einer Familie, von ihm geschrieben und mit vielen Musikern und Sängern aufgenommen. Gabriel selbst singt nur bei wenigen Songs. Was zunächst wie ein Flop klingt und auch Eingewöhnungszeit benötigt, entpuppt sich am Ende als höchst interessantes Konzeptalbum mit lauter emotionalen Songs und guten Vocals. Und inzwischen sind bereits fünf der Stücke von Gabriel live aufgeführt worden.

x

A.perfect.circle.mer.de.noms6. A Perfect Circle – Mer de noms
Wesentlich einfacher strukturierte Songs als bei Tool, dafür aber die gleichen intensiven Vocals. Ich mochte A Perfect Circle von Anfang an und finde, dass dieses ihre beste Platte ist. Durchaus im Hardrock verwurzelt, mit ein paar schrägen Einfällen und viel Melodik weiß die Scheibe weiterhin zu gefallen.

x

Ratm_renegades7. Rage Against The Machine – Renegades
Da es sich hier um eine Cover-Platte handelt, habe ich sie lange ignoriert. Fehler! Sie ist supergut. Mit welcher Inbrunst und mit welchen typischen Merkmalen RATM sich die Songs hier zu eigen machen, ist bewundernswert. Alles sind politische Songs, die schon im Original gut sind und hier ganz ähnlich zu „Killing in the name“ die Boxen sprengen.

x

Queens_of_the_Stone_Age_-_Rated_R8. Queens Of The Stone Age – Rated R
Das erste Album der Queens ist ausgesprochen gut, aber ging 1998 unter. Bis 2000 hatten Kyuss Kultstatus erreicht und dann waren auf „Rated R“ auch noch zwei Songs, die öfter in Rockdiskos gespielt wurden. Und schon war die Scheibe ein Hit! Und, ja, sie ist auch wirklich gut. Auch wenn die „Band“ hier doch nur der Kern des vorherigen Kollektivs ist und noch keine wirkliche Band. Hätte man auch „Josh Homme Band“ nennen können, aber macht nichts.

x

Ian+Anderson_The+Secret+Language9. Ian Anderson – The secret language of birds
Die letzte richtig gute CD von Ian Anderson. Tull waren zu diesem Zeitpunkt noch aktiv, rockten aber mehr als das hier. Denn auf dieser Scheibe dominieren akustische und folkige Instrumente und das gerade macht sie gut. Außerdem sind zwei der Musiker (Barre, Conway) alte Tull-Veteranen und Andy Giddings, der nicht zu meinen favorisierten Tull-Musikern gehört, konnte den Geist der Band immerhin noch mehr bewahren als John O’Hara.

x

Mark_Knopfler_Sailing_to_Philadelphia10. Mark Knopfler – Sailing to Philadelphia
Ende der 80er / Anfang der 90er fand ich die Dire Straits super. Und als die nicht mehr waren (bzw. deren letzte Platte mich wegen Langweiligkeit nicht tangierte), blieb nichts zurück. Knopflers Soloalbum 1996 war kein Erfolg und auch nur mitttelmäßig. Diese Scheibe hier hingegen setzte eine neue Marke zwischen alten, poppigen Dire Straits, Knopflers lange bekanntem Country-Interesse und den folkigen Ausflügen die man auf „Golden heart“ und einigen der vorherigen Soundtracks gehört hatte. Ganz groß!

x

Colin_Hay_Going_somewhere11. Colin Hay – Going somewhere
Die Stimme von „Men At Work“, schon seit den 80ern solo aktiv und dabei einem folkig angehauchten Songwriter-Pop verschrieben. Hier sind viele fast rein akustische Songs drauf, die nicht nur schöne Melodien haben, sondern auch durch ihre Texte zu gefallen wissen.

x

Eels-Daisies_Of_The_Galaxy12. eels – Daisies of the galaxy
Damals konnte ich mit dieser Platte nicht so viel anfangen, da sie sich stark von der vorherigen unterschied. Heute finde ich die Mischung aus beschwingten Songs mit Orgel und Bläsern und anderen, die eher kleine Vignetten sind und den dazu gehörenden skurrilen Texten sehr toll. Platz 2 in meiner eels-Topliste!

x

chris_burroughs_loose13. Chris Burroughs – Loose
Diese Musik nennt man wohl „Americana“, auch wenn das Wort in meinem Sprachschatz und meiner Palette an Musikstilbezeichnungen eher nicht vorkommt. Immer gitarrenorientiert aber mit starkem Country-Einfluss singt Burroughs hier von vergangener Liebe, brennend heißer Prärie und den Tücken der kurzen Liebschaft.

x

Linkin_park_hybrid_theory14. Linkin Park – Hybrid theory
Also ich bin ja nun kein Fan von NuMetal, aber die erste von Linkin Park ist produktionstechnisch innovativ und hat außerdem Songs zu bieten, die ordentlich rein knallen und sich trotzdem ins Ohr winden. Und vor allem ist die Scheibe voll davon, Ausfälle gibt’s hier gar nicht!

x

PearlJam-Binaural15. Pearl Jam – Binaural
Binaural aufgenommen wurde diese Platte, aber ich sage mal, das hört man eher weniger. Es sind aber gute Songs darauf, die Pearl Jam in einer Höhe mit der Qualität von „Yield“ zeigen. Sowohl ruhigere Sachen wie „Nothing as it seems“ als auch Rockigeres wie „Breakerfall“ wissen dabei zu gefallen.

x

U2-all-that-you-cant-leave-behind16. U2 – All that you can’t leave behind
Hier haben U2 mich überrascht, denn sie knüpfen tatsächlich an alte Zeiten Ende der 80er an. Atmosphärische Songs ohne zu viel Produktionsschnickschnack. Natürlich ist ein bisschen Pathos dabei, aber eindeutig singt Bono sehr gut und wenn auch die Songideen nicht neu sind, so sind es die Arrangements und das Ergebnis gefällt.

x

Morphine_The_Night17. Morphine – The night
Eine relativ zugängliche Platte von Morphine, die aber trotzdem noch ziemlich abgefahren ist. Kurz nach dem Tod von Bandkopf Mark Sandman veröffentlicht, kann man hier nochmal alle Qualitäten von Morphine hören: leicht psychotische Lyrics, verzerrter Slidebass, exzellentes Schlagzeug und das Saxophon. Im Ergebnis eine Mischung, die sehr einzigartig klingt.

x

16hp_secretsouth18. Sixteen Horsepower – Secret south
Auf dieser Scheibe sind einige der besten 16 Horsepower-Songs: „Splinters“, „Clogger“, „Cinder alley“. Vom Sound her etwas weniger abgefahren, kriegt man hier trotzdem den Prediger DEE und eine sehr individuelle Alternative Folk/Country-Instrumentierung. Nicht so düster wie Wovenhand, aber etwas düsterer und meiner Ansicht nach auch insgesamt ausgereifter als bei den vorherigen Alben.

x

eels_Oh_what_a_beautiful_morning19. eels – Oh what a beautiful morning!
Jo, gleich nochmal die eels. Dies ist ein Livealbum, das man damals nur über die Homepage und bei Konzerten bekommen konnte. Es bietet ganz hervorragende Versionen der Albumsongs, die wieder sehr anders klingen. Dazu zwei Coverversionen und ein sehr gutes Medley aus mehreren Songs. Heute weiß man, dass die eels bei jeder Tour anders klingen und insbesonders von „My beloved monster“ zig sehr verschiedene Versionen spielen können (hier allerdings nicht drauf). Aber 2000 war dies die erste Liveveröffentlichung von E & Co.

x

Ayreon_-_Dream_Sequencer20. Ayreon – Universal migrator
Zunächst als zwei verschiedene Alben veröffentlicht, weil angeblich die Fans stilistisch nicht beide gleichzeitig gut finden würden. Tatsächlich ist der zweite Teil „Flight of the migrator“ etwas härter, aber so wahnsinnig groß sind die Unterschiede nicht. Die Story des Vorgängers „Into the electric castle“ wird in interessanter Weise weitererzählt und dem zuvor bekannten symphonischen Progsound mit starken 70er Referenzen werden

Ayreon_-_Flight_of_the_Migrator hier noch Elemente des Space Rock und 80er Metals hinzugefügt. Alles hängt natürlich auch ein wenig an den Sängern und derer sind massenweise hochkarätige vertreten, u.a.  Johan Edlund, Floor Jansen, Edward Reekers, Damian Wilson, Neil Morse, Russell Allen, Ralf Scheepers, Bruce Dickinson und Timo Kotipelto.

x

x

Stay alive and rock on
Harvey

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s