2001 Top 20 Longplayer

Im Jahr 2001 konnte ich mich leicht für ca. fünf  Spitzenreiter entscheiden. Aber die Plätze 14-20 blieben zunächst frei und die Zahl der Kandidaten war unüberschaubar. Nach langem Reinhören und Abwägen habe ich mich dann zu folgender Hitlist durchgerungen:

Tool_-_Lateralus1. Tool – Lateralus
Mit dieser CD erreichten Tool ihren absoluten Höhepunkt. Ein Gesamtkunstwerk aus Sounds, Songs und verrückten Lyrics. Neben eingängigeren Stücken wie „Parabola“ oder „The grudge“ sind auch nicht-Songs dabei und das alles in sehr düsterer aber deswegen nicht depressiver Atmosphäre.

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farin_urlaub_endlich_urlaub2. Farin Urlaub – Endlich Urlaub!
Ich war und bin kein richtiger Ärzte-Fan und bekam diese CD geschenkt. Und da entdeckte ich, dass ich ein Farin-Fan bin! So viel gute Laune, so witzige Schwachsinnstexte und dazu ein punkiger Indiesound mit viel Pop, das gefiel mir äußerst gut. Ja, das höre ich mir auch heute noch gerne an.

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the-strokes-is-this-it3. The Strokes – Is this it
Eigentlich dachte ich mal, die Strokes könnten die neuen Ramones werden. Ein cooles Image, eingängige aber schmutzige Songs und Roots im RockNRoll und Punk ließen das vermuten. Und eben diese Scheibe, die ordentlich rockt und sich trotzdem knackig und schnell ins Gehör und ins Gehirn schraubt. Aber obwohl die Strokes danach nicht scheiße wurden, konnten sie irgendwie meine Erwartungen nicht erfüllen.

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SystemofaDownToxicityalbumcover4. System Of A Down – Toxicity
Videos im Fernsehen und die Dauerbeschallung in Diskos machten mich auf „Süssem“ aufmerksam. Dann ergatterte ich auf einer Plattenbörse die Promo-CD für 3 Euro. Und erstmal war ich erschlagen, das dauerte durchaus ein bisschen, bis ich mit der Musik etwas anfangen konnte. Dann aber entpuppte sie sich als innovativstes Metalzeuch, das ich seit vielen Jahren gehört hatte. Technisch herausragend, kompositorisch unerwartet und vertrackt und dazu mit einer Energie, die die Lautsprecher durchhaut!

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Museoriginofsymemtryalbumcover5. Muse – Origin of symmetry
Muse gelingt hier der Update von Progressive Rock ins neue Jahrtausend. Mit typisch britischen Alternative-Elementen aber auch viel Pomp und ausufernden Arrangements. Trotzdem ist dies noch nicht so eine pathetische Sülze wie bei den letzten Platten und außerdem auch oftmals tanzbar. An die Stimme muss man sich allerdings gewöhnen…

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Ignite_-_A_Place_Called_Home-CD6. Ignite – A place called home
Vier Jahre hatte man nichts von Ignite gehört, als sie mit dieser Platte zum großen Wurf ansetzten. Massentauglicher, dabei aber nicht die alten Trademarks verwerfend, gibt’s hier  Hardcore mit ordentlich Melodie und Schwung, dass es eine Freude ist! Dazu natürlich auch noch oft eine politische Message, gut so. Leider konnten Zóli & Co den Impuls nicht aufrechterhalten.

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Incubus_-_Morning_View7. Incubus – Morning view
In den USA waren Incubus 2001 unglaublich erfolgreich, während man sie in Europa erst kennen lernte. Ich war damals noch skeptisch und wurde erst mit dem nächsten Album zum Fan. Aber eigentlich ist „Morning view“ sogar besser. Funkiges, wild Rockendes und herzergreifende Balladen findet man hier in trauter Gemeinsamkeit. „Circles“, „Wish you were here“ und „Mexico“ sind Höhepunkte.

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within_temptation_mother_earth8. Within Temptation – Mother earth
Erst zwei Jahre später wurde diese CD wegen „Ice queen“ in Deutschland ein Hit. Auch ich habe sie erst dann kennen gelernt. Symphonischer, leicht progressiv angehauchter Metal ist hier zu hören, mit viel Pathos und nur mäßiger Härte. Aber irgendwie traf das bei mir einen Nerv, das war genau die Art von cheesiger Fantasymusik die ich als absoluter Mittelaltermetal-Hasser suchte. Und macht immer noch Laune!

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heather_nova_south9. Heather Nova – South
Das ist eines der sexy’sten Coverbilder, das ich kenne! Zusätzlich gibt’s lauter schnuckelige Songs zwischen Pop und Songwriter zu hören, die betörend sind und teilweise zum Mitsingen einladen. Beispielsweise „Virus of the mind“, „I’m no angel“ oder „Like lovers do“ sind ganz großes Kino.

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eels_Souljacker10. eels – Souljacker
Ein räudiges Album legt Mark Oliver Everett hier vor, mit eingängigen Songs und anderen, die in den Ohren weh tun. Es sind ordentlich Gitarren dabei, der quasi-Diskohit „Souljacker pt. 1“ und auch einige etwas ruhigere Stücke. Die große stilistische Bandbreite lässt die Sache etwas inhomogen wirken, aber letztlich sind es einfach viele gute Songs. In meiner eels-Longplayer-Hitliste auf Platz 4.

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dover-i_was_dead_for_7_weeks_in_the_city_of_angels-front11. Dover – I was dead for 7 weeks in the city of angels
Dieses Album wurde 2001 deutlich vom Visions Magazin gepusht und zumindest einen Song hörte man auch öfter mal in Rockdiscos. Ich mag die CD bis heute sehr gerne, sie bietet punkigen, schnellen, dreckigen Rock der sehr ins Ohr geht und eigenständig klingt. Leider konnte die Band in der Folgezeit nicht an den Erfolg anknüpfen und unternahm haarsträubende musikalische Änderungen.

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EA80_alle_zieleJPG12. EA 80 – Alle Ziele
Die integerste Band auf dem Planeten veröffentlichte hier eine gut produzierte, facettenreiche deutsche Punkplatte. Diverse Songs unter zwei Minuten rocken richtig ab und „Waldmenschen“ zeigt, dass auch Punk mal über zehn Minuten brauchen kann, um alles zu sagen. Dazu gibt’s wie immer intelligente, skurrile und schwermütige Texte aus dem Leben.

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Transatlantic_bridge_across_forever13. Transatlantic – Bridge across forever
Zunächst erschien mir der ausufernde Retro-Prog dieser CD ein bisschen eine Wiederholung des Erstlings „SMPTe“ zu sein. Nach und nach entwickelten sich die Songs aber für mich zu Klassikern. Erfreulicherweise sind hier auch mehr Flower Kings-Einflüsse als Spock’s Beard- oder Neil Morse-Einflüsse zu hören.

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fatsojetson_cruel_delicious14. Fatso Jetson – Cruel & delicious
Aus Palm Desert kommend sind Fatso Jetson ein wenig mit Kyuss und den Queens Of The Stone Age verwoben und spielen etwas stonermäßigen Bluesrock mit gelegentlichen Abdrehern. Diese CD ist supercool: beruhigend und rockig, dreckig und überlegen gespielt gleichzeitig. Geheimtipp!

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John_Wetton_-_Sinister_-_Front15. John Wetton – Sinister
Im Gegensatz zu anderen Soloplatten von John Wetton kann man hier durchaus einfallsreiche Arrangements hören und der Schmalz – den es natürlich gibt – quillt nicht gleich aus dem Jewelcase raus. Eingängig ist das aber sehr, zwischen astreinem Pop, AOR und proggig angehauchtem Hardrock a la Magnum. Dabei gibt’s dann noch eine recht dichte Atmosphäre, die durchaus zum Titel der Scheibe passt.

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Fullbliss_Fools16. Fullbliss – Fools and their splendor
Zwischen sehr ruhigen und rockigen Momenten variiert dieses Album und passt damit sowohl zum akustischen Soloschaffen von David Judson Clemmons als auch zu seiner progressiven CD „Life in the kingdom of agreement“. In jedem Fall bekommt man hier ungewöhnliche Rockmusik zum genaueren Reinhören mit hervorragendem Gesang.

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Turbo_ACs_Fuel_for_life17. Turbo AC’s – Fuel for life
Super Surf-Punkalbum von den Turbo AC’s!  Allerdings ist dieser Surfpunk mit ordentlich „Sprit“  angereichert und sowohl von der Geschwindigkeit her als auch von der Rotzigkeit her nicht mit irgendwelchen Poppunkbands vergleichbar. Das Cover sagt eigentlich schon alles, auch wenn es ziemlich billig aussieht.

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Mary_Chapin_Carpenter_-_Time-_Sex-_Love-18. Mary Chapin Carpenter – Time * sex * love
Diese CD von Mary CC ist gut wie immer mit leichten Einschränkungen betreffend der etwas glattpolierten Produktion. Ansonsten ist hier aus dem breiten Feld Country / Folk /Songwriter / Pop alles dabei mit guten Lyrics und einer unwiderstehlichen Stimme.

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dritte_wahl_halt_michfest19. Dritte Wahl – Halt mich fest
Nachdem die mir anfangs zu naiv und später zu Metal-lastig waren, überzeugten mich 3. Wahl hier. Viele Live-Konstanten sind dabei wie etwa „Halt mich fest“, „Betty Blue“ und andere. Unpeinlicher Deutschpunk, super!

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steve_wynn_here_come_tm20. Steve Wynn – Here come the miracles
Steve Wynns Gitarren sind einfach überirdisch! Schon bei Dream Syndicate fand ich ihn gut und hier gibt’s sehr gitarrenlastigen alternativen Country-/Folkrock zu hören, der einfach Spaß macht. Eingängig und dennoch einfallsreich sind seine Songs, in einer Art, die man üblicherweise nicht zu hören bekommt.

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Stay alive and rock on
Harvey

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