2002 Top20 Longplayer

Meine Lieblingsplatten aus dem Jahr 2002:

Porcupine_tree_in_absentia1. Porcupine Tree – In absentia
Ich traute dem Hype nicht und ich wollte eigentlich auch nichts mit „neuen“ Progbands zu tun haben. Aber denn hörte ich doch rein und wurde gefangen genommen von der traurigen, kalten Atmosphäre der Platte. Die dichte Instrumentierung, der stilistische Crossover und die Texte, die in mir Bilder von Psychothrillern wecken, sind weitere Elemente einer echten „Platte des Jahres“.

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Peter_Gabriel_Up_-_2. Peter Gabriel – Up
Nach etlichen Jahren meldete sich Gabriel zurück mit einer Scheibe, die hauptsächlich von ihm alleine am Computer aus Soundaufnahmen zusammengeschraubt wurde. So klingt „Up“ denn auch sehr steril, technoid und trotzdem intim, denn die Songs und der Gesang sind großartig und die künstliche Instrumentierung kann das nicht überdecken. Wie immer bei Gabriel hört sich das dann auch sehr ungewöhnlich und einzigartig an.

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Mother_Tongue_Streetlight3. Mother Tongue – Streetlight
Ein tolles Album ist Mother Tongue hier gelungen: atmosphärisch, mit lauter rockigen und ein paar funkigen Indiesongs. Nicht so bluesig wie das acht Jahre zurückliegende Debut, aber dafür mit kleineren Diskohits wie „CRMBL“ und „F.T.W.“. Ich liebe diese CD!

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Idlewild_Theremotepart4. Idlewild – The remote part
Glenn McDonald hat mir diese schottische Band nahegelegt und ich war sofort begeistert! Eingängige Melodien gepaart mit schrammeliger Instrumentierung, dabei aber durchdachten Arrangements und gutem Gesang, super! Leider muss ich sagen, dass dies ihre beste Platte ist.

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van-morrison-down-the-road-cover5. Van Morrison – Down the road
35 Jahre nach seinem ersten Soloalbum veröffentlicht Van The Man eine CD, auf der es nur so von hervorragenden Soulvocals, Folkinstrumentierung und im R&B und Blues verwurzelten Songs mit Popappeal wimmelt. Teilweise schwungvoll, teilweise nachdenklich, alles sehr genial!

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Queens_of_the_Stone_Age_-_Songs_for_the_Deaf6. Queens Of The Stone Age – Songs for the deaf
Bei diesem Knaller-Album passte alles: viel Promotion, eine super Produktion, reichlich gut rockende Songs, interessante Gaststars… und in der Folge auch einige Songs die dauernd in Discos liefen. Ich hatte schon zwei Jahre auf die Scheibe gewartet, denn so früh hatten die Queens bereits live einige der Songs gespielt und immer hatte es geheißen, das Studiowerk sei bald fertig. Naja, die Wartezeit hat sich gelohnt!

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Foo_Fighters_-_One_by_One7. Foo Fighters – One by one
Nachdem Dave Grohl bei den Queens Of The Stone Age als Schlagzeuger gearbeitet hatte, legte er diese CD seiner eigenen Band vor. Und es waren deutliche Einflüsse zu hören: nix mehr mit Poppunk oder freundlichen Alternativegitarren. Nee, hier sind Stoner Rock und Metaleinflüsse zu hören. Das alleine macht es nicht gut, aber die Scheibe ist gut, viele Hits, viel Power, ordentlich Rock!

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Aimee_mann_Lost_in_space8. Aimee Mann – Lost in space
Seltsamerweise ist das hier für mich die weibliche Version von „Electro-shock blues“, der eels-CD aus dem Jahr 1998. Das mag am Zeichner liegen, aber sicher auch den intimen und ruhigen Songs. Während alle anderen „Bachelor No.2“ für das Meisterwerk von Aimee Mann halten, ist es für mich „Lost in space“. Verletzlich und traurig klingt sie hier und in der richtigen Stimmung finde ich das großartig.

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Danko_Jones_Born_a_lion9. Danko Jones – Born a lion
Hammerplatte von Danko! Bei „Play the blue“ geht’s schon los: erstens hat er sowas von Recht und außerdem rockt der bluesbasierte Hardrock ordentlich ab. Andere Songs sind punkiger, alles ist aber geprägte von einer ordentlichen Rotzigkeit und tritt verdammt in den Hintern!

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dredg_el_cielo10. Dredg – El cielo
Dredg haben den Weg bereitet dafür, dass heutzutage „Prog“ kein Schimpfwort mehr ist. Mit ihrem vertrackten, zuckersüßen und zugleich rockenden Album ist ihnen noch mehr als Muse der Querschnitt aus Britpop, Indierock und Progressive Rock gelungen. Nicht jedermanns Sache, auch wegen des Gesangs, aber zweifelsfrei künstlerisch hochwertig.

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Solomon_Burke_Don't_Give_Up_on_Me11. Solomon Burke – Don’t give up on me
Solomon Burke, bekannt durch seine Soul-Hits aus den 60ern, legt hier ein beeindruckendes Spätwerk vor. Der Soul wird mit Country und Pop gemixt und ist hervorragend von Joe Henry in Szene gesetzt. Allerdings sind hier keine eigenen Songs drauf und es gibt zwei Überschneidungen mit der o.g. Van Morrison-Veröffentlichung. Von Burke vorgetragen sind die Songs aber ebenso gut!

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Audioslave_-_Audioslave12. Audioslave – 1st
Die erste von Audioslave war nicht nur mit Spannung erwartet worden, die Kombi aus Soundgarden-Vocals und Rage Against The Machine-Musik war auch wirklich spannend. Ein bisschen von beidem, das ist genau das, was man hier bekommt. Aber mit viel Atmosphäre, superguter Instrumentenbeherrschung und megateurer Produktion. Coole Platte, alle Nachfolger sind blasse Kopien davon.

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13. grönemeyer_menschHerbert Grönemeyer – Mensch
Nachdem ich als Kind die „Bochum“ gut gefunden hatte, war Grönemeyer in meinem Leben nicht mehr vorgekommen. Auf einmal jedoch machte er mit innovativen Songs, anrührenden Texten und natürlich auch ständigem Radioplay auf sich aufmerksam. Diese Platte hat mich unerwarteterweise beeindruckt und angesprochen und tut es noch heute.

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karmakanic-entering_ts14. Karmakanic – Entering the spectra
Zufällig bin ich auf diese schwedische Retro-Progband gekommen. Komplexe improvisative Songs mit langen Instrumentalpassagen und tollem Gesang begeistern mich. Dies ist der Erstling und der klingt im Gegensatz zu allen späteren Scheiben noch ungestüm und experimentell. Man muss sich reinhören, aber das lohnt auch!

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Coldplay_A_Rush_of_Blood_to_the_Head15. Coldplay – A rush of blood to the head
Eigentlich war dies die Coldplay-Platte, die ich am wenigsten mochte. Aber über die Jahre habe ich mich denn doch mit ihr angefreundet. Hits wie „In my place “ und „Clocks“ sind hier drauf, aber auch lauter andere poppige und dennoch unerwartete sehr britische Popsongs. Ein bisschen Pathos, ja, aber auch viel Romantik und Tiefe.

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16Horsepower_Folklore16. 16 Horsepower – Folklore
Das letzte Album von Sixteen Horsepower ist komischerweise mein liebstes. Vielleicht, weil es sich an traditioneller Musik orientiert, vielleicht weil es den Sound der atmosphärischen und gleichzeitig rockigen Woven Hand schon vorweg nimmt. Bzw. nachahmt, denn deren erste war bereits erschienen.

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Mark_Knopfler_The_Ragpickers_Dream17. Mark Knopfler – The ragpicker’s dream
Was der Knopfler hier vorlegt, ist eine Version der Dire Straits für die Neuzeit. Weg mit dem Pomp und den Keyboards, her mit dem Blues und einer Schippe Folk! Trotzdem bleibt natürlich der Pop erhalten, aber in einer weniger prätentiösen Variante. Lauter gute Songs sind hier drauf, die auch ins Ohr gehen und durch Feinheiten im hervorragenden Gitarrenspiel zu gefallen wissen.

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fullbliss_this_temple18. The Fullbliss – This temple is haunted
Diese Platte von Fullbliss ist sozusagen der Vorläufer der Soloscheibe von David Judson Clemmons, die mir in 2004 so gefallen hatte. Mit etwas weniger Intensität, ein bisschen mehr Songwritermusik und auch einem Schuss traditionellen Rocks geht „This temple is haunted“ trotzdem sehr unter die Haut und reißt zusätzlich vom Sessel. Geheimtipp!

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Steve_HAckett_somewhere19. Steve Hackett – Somewhere in South America
Auf der hier dokumentierten Tournee hatte Hackett hervorragende Musiker dabei und spielte seine Songs in interessanten Versionen. Dabei gibt es sowohl altes von Genesis, aus seinem Soloschaffen und auch Neues von der Platte „Darktown“ zu hören. Schöne Auswahl, viel besser als nur Genesis den ganzen Abend, und ein sympathischer Bandleader. Erhältlich mit DVD.

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oysterband-rise-above-200220. Oysterband – Rise above
Produktionstechnisch eindeutig zu glattpoliert und vom Sound her nicht folkig genug, kann man dieser Scheibe dennoch zugute halten, dass viele tanzbare und nachdenkliche Lieder mit gutem Songwriting hier vorhanden sind. Die meisten davon machen live immer noch sehr viel Spaß.

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Stay alive and rock on
Harvey

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