1967 Top 10 Longplayer

Die besten Platten der Rockgeschichte ab jetzt hier in übersichtlich angeordneten Listen zu 10 bis 20 Stück!

Wieso beginnt die Geschichte des Rock 1967?
Naja, ich könnte jetzt ganz elitär sagen: weil dort dieses oder jenes Album veröffentlicht wurde. Tatsächlich beginnt aber meine Geschichte der Rockmusik deswegen in 1967,  weil ich aus den Jahren davor einfach zu wenig Longplayer habe.
Das liegt natürlich einmal an mir selbst. Wahrscheinlich hat sich da stilistisch was getan am Neujahrsabend 1966, so dass danach alles anders wurde. Außerdem entwickelte sich der Trend zum Longplayer erst in den 60ern. Der Begriff „Album“ bezeichnete zunächst ein Album (wie in: Fotoalbum) mit mehreren Schellackplatten darin, so dass insgesamt mehr als die zwei Lieder einer A- und B-Seite zusammen kamen.

Wenn man die Zahlen bei Wikipedia als Spiegel der tatsächlichen Zahlen ansieht (was nur eine unbewiesene Annahme ist), dann gestaltet sich die Entwicklung des Longplay-Albums folgendermaßen:
Zwischen 1950 und 1955 versechsfacht sich die Zahl der LPs.
Zwischen 1955 und 1960 verdreifacht sich die Zahl fast.
Zwischen 1960 und 1965 liegt der Faktor bei 1,2.
Zwischen 1965 und 1970 haben wir eine Steigerung um mehr als 50%
Zwischen 1970 und 1975 knapp 30% mehr.
Zwischen 1975 und 1980 knapp 10% mehr.
Seit 2008 ist die Zahl erstmals rückläufig.

Wie auch immer, wichtig zu den folgenden Listen ist noch: es handelt sich um meine persönlichen Hitlisten, meinen Geschmack, meine Meinung! Keine allgemeingültige Aussage ist intendiert. D.h. hier gibt’s nicht die „bedeutendsten“ Platten oder die „wichtigsten“ oder die „meistverkauften“, sondern diejenigen, welche der Harvey am besten findet. Und sonst keiner!

 Velvet_Underground_and_Nico1. The Velvet Underground and Nico
Betörend, schräg, genial.
Dieses Album hört ich zuerst mit 19 Jahren und es ließ mich nicht mehr los. Trotzdem dauerte es noch ein paar Jahre, bevor ich mein eigenes Exemplar geschenkt bekam (Danke, Hank!). Beschreiben ist hier schwer, keine Band war oder ist wie VU.

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Jeffersonairplane_surr_pill2. Jefferson Airplane – Surrealistic pillow
Cool, psychedelisch, melodisch.
Als Student entdeckte ich die Scheibe ganz alleine, weil ich wissen wollte wer hinter dem Hit „White rabbit“ steht, den ich schon lange kannte.

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Beatles_Sgt_Pepper's3. The Beatles – Sgt. Pepper’s lonely hearts club band
Revolutionär, progressiv, tiefgründig.
Den Sgt. Pepper hörte ich zum ersten Mal, da war ich schon kein Student mehr. Irgendwie waren die Beatles jahrelang an mir vorbeigegangen. Aber hier hört mal die Keimzelle für viele Progbands, ohne dass dabei auf typische Beatles-Hooks verzichtet würde.

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Jimi_Hendrix_AreyouexpUK4. Jimi Hendrix – Are you experienced?
Abgefahren, genial, zeitlos.
25 Jahre alt war Jimi Hendrix, als er diesen Sturm aus wilden Rockern, verrückten Gitarrenläufen und psychedelisch angehauchten Versatzstücken erschuf. Ich hörte Hendrix schon als Schüler, aber seine Genialität wurde mir erst nach und nach bewusst.

Jefferson_Airplane_After_bathing_at_baxters5. Jefferson Airplane – After bathing at Baxter’s
Verrückt, verwirrend, fesselnd.
So war das damals, da wurde schon ein gutes halbes Jahr nach „Surrealistic pillow“ die nächste Platte nachgeschoben. Und um allem Unken nach kommerziellem Ausverkauf entgegenzutreten, war es auch mal gleich das abgedrehteste und am schwersten nachvollziehbare Album der Airplane. Zum Erforschen aber trotzdem super.

BeatlesMagicalMysteryTouralbumcover6. The Beatles – Magical mystery tour
Poppig, erhebend, zeitlos.
Die Beatles machten es genau anders herum als Jefferson Airplane. Hier klingen sie fast wieder wie in ihrer Anfangsphase. Eigentlich nur eine EP oder ein mal eben dahin geworfener Soundtrack für einen seltsamen Film. Trotzdem eine ihrer besten Platten.

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Byrds_YoungerYesterdayCover7. The Byrds – Younger than yesterday
Innovativ, amerikanisch, schön.
Zuerst hatte ich Compilation der Byrds und so besonders toll fand ich diese gar nicht. Erst meine Auseinandersetzung mit Crosby, Stills & Nash hat mich nochmal genauer reinhören lassen. Auch hier psychedelische Ankänge, aber in einem anderen Kontext, toll!

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Leonard_Cohen_SongsOfLeonardCohen8. Songs of Leonard Cohen
Intim, düster, ergreifend.
Nachdem ich als Student im Zusammenhang mit dem Film „Pump up the volume“ (dt.: „Hart auf Sendung“) mal öfter Leonard Cohen gehört hatte, war ich dennoch zunächst der Ansicht, seine ersten drei Platten seien zu ruhig und gleichförmig. Ein Trugschluss. Die Songs brennen sich ein und wachsen mit der Zeit.

doors_st9. The Doors
Bluesig, elegant, düster.
Jahrelang waren die Doors mir ein rotes Tuch, denn in den Diskos beanspruchten ihre Songs viel zu viel Zeit, damit dann Althippies dazu Ballett tanzen konnten. Nicht mein Ding! Aber wie das so ist, ein paar Songs bleiben doch hängen und dann bekam ich diese CD zufällig und neben dem irren Gesang beeindruckte mich auch die ganze Stimmung der Platte.

Eric_Burdon_WindsOfChange10. Eric Burdon & The Animals – Winds of change
Psychedelisch, soulig, zeitlos.
Hier sind nicht nur mehrere Hits drauf, zugleich gibt diese Platte gemeinsam mit den beiden von Jefferson Airplane besonders gut den Hippiegeist der Zeit wieder. Trotzdem konnte ich anfangs nichts mit ihr anfangen, erst die mehrjährige Zwangsanhörung hat’s gebracht.

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Soviel zum Jahr 1967. Singles oder Einzelsongs werden nicht erwähnt (obwohl es da natürlich eine ganze Reihe Berichtenswertes geben würde).

Stay alive and rock on
Harvey

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