Bad Religion: True north

Bad_Religion_-_True_North

Bad Religion waren einige Jahre lang sehr wichtig für mich. Ich habe ihre Platten ungehört gekauft und war begeistert.
Dies änderte sich bei „The gray race“ (1996).

Erst „The dissent of man“ von 2010 brachte mich wieder mit Bad Religion zusammen. Und jene gefiel mir auch so gut, dass ich wusste, ich würde den Nachfolger wieder ungehört kaufen.

Dieser Nachfolger ist „True north“, von der im Vorfeld gesagt wurde, es sei ein „schnelles“ Album.
Und, ja, es stimmt!

So muss Punk sein: 35 Minuten für 16 Songs. Volle Power.
Aber ist das auch gut? Ich hatte gehofft, aber man weiß ja nie. Und gerade bei Bad Religion sind sich die Songs oft so ähnlich, dass die Gefahr besteht, dass Langeweile auftritt. Wenn die Songs nicht einprägsam, nicht gut genug sind.

Auf „True north“ sind viele gute Songs. Ein paar wenige überzeugen mich nicht so („Dharma and the bomb“, „Changing tide“).
Aber im Wesentlichen haben die Songs sehr ohrenschmeichelnde Melodien, bessere „Oohzin Aahs“ als zuvor und ein hohes Maß an Spielfreude zu bieten. Und so wie Greg Graffin seine geistreichen Lyrics rausbellt, mag man sogar endlich mal wieder glauben, dass ihm die Texte wirklich wichtig sind. Gut, die Stimme ist ein bisschen kratziger und manchmal wackliger geworden, aber das macht nichts.

Tatsächlich bin ich überrascht, wie gut diese Scheibe ist. Wo ist der Jungbrunnen, aus dem sie getrunken haben?
Klar ist das nicht „Suffer“, „No control“ oder „Against the grain“ – das heilige Trio von Bad Religion. Aber mindestens so gut wie „Stranger than fiction“. Und eher besser als dessen Vorgänger „Recipe for hate“.
Jetzt kann man einwenden: „Stranger than fiction“, die erste Platte beim Majorlabel, das war doch wohl der Anfang vom Ende!
Ja, genau. Aber diesmal ist es kein Majorlabel, diesmal ist Mr. Brett nicht voll auf Droge und ich habe gute Hoffnung, dass Bad Religion auch live besser drauf sind als damals. Denn 1995 wirkten sie schon wie ein schlechtes Abziehbild ihrer selbst.
Natürlich kann man das nur als alter Sack sagen, der Bad Religion bereits (oder je nach Sichtweise auch: erst) 1990 kennen lernte. Das Entscheidende dabei ist aber: damals veröffentlichten sie wegweisende Alben, die das Genre prägten. Und wenn so eine Band nur noch Durchschnittskost macht (wie ab 1996), dann kann das einfach nicht genug sein, egal ob die für genommen ganz okay waren. Umso größer jetzt die Freude!

Fazit:
Bad Religion spielen schneller und knackiger als in den Jahren vorher, haben viele gute Songs dabei, mit Mitsingmelodien und guter, aber nicht zu polierter Produktion. „What can you do?“ – Buy this album!

Anspieltipps:
„Robin hood in reverse“, „Nothing to dismay“

Klingt wie:
nur Bad Religion klingen so

Fakten:
Erscheinungsjahr: 2013
Spieldauer: 35:08min

Stay alive and rock on
Harvey

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One thought on “Bad Religion: True north

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