Therapy? Top10 Longplayer

Therapy? haben zwischen 1991 und 2012 genau 13 Langspieler veröffentlicht, wenn ich die ersten beiden Mini-LPs mitzähle. Dazu gibt es noch zwei „richtige“ offizielle Liveplatten, zwei „falsche“ (weil in Studios eingespielt) und drei CDs, die EPs kompilieren.

In der Bandbesetzung hat es immer wieder Wechsel an den Drums gegeben und manchmal war die Band zu viert, oft aber nur zu dritt. Der vierte Mann war gegebenenfalls für eine zweite Gitarre und/oder das Cello zuständig.

Jetzt und hier meine Top 10 der Studioplatten:

1. Never apologise, never explain (2004, 39:48min)
Die Platte erschien nur gut ein Jahr nach der vorherigen und unter veränderten Bedingungen. Gitarrist No.2 und Cellist Martin McCarrick war nicht mehr dabei. Therapy? waren also nur noch zu dritt, eine Bandbesetzung, die sie auch bis 1995 inne hatten, als sie den eben genannten als vierten Mann dazu nahmen.

Von der Länge der Songs hat sich nicht viel geändert: drei Minuten im Schnitt. Auch ist nicht nur noch eine Gitarre zu hören, tatsächlich haben viele Songs zwei Gitarren dabei.
Der Unterschied besteht aber darin, dass die nicht mehr gleichberechtigt sind. Diesmal ist der Sound und die Verzerrung brutal und noisy. Die erste Gitarre erinnert häufig an Helmet (alte Sachen).
Das Schlagzeug ist variabel und hart wie immer.
Könnte also alles Schweinerock sein, wenn auch vielleicht etwas ungewöhnlich klingender. Bass und Songaufbau sorgen aber dafür, dass es keiner ist. Denn erstens wird dem Bass viel Raum gegeben. Da hört man hier ein paar coole Töne von diesem Instrument alleine, da ist er dort besonders laut und hart (gar nicht warm) und wird für den metallischen Klang durch Effektgeräte gejagt.
Die Songs machen zunächst den Eindruck, sie wären straight auf die Zwölf, wie man das vom Punk kennt. Sind sie aber nicht. Trotz der Kürze der Stücke vereint jedes in sich Tempowechsel, Breaks, unerwartete Zwischenstücke und disharmonische Refrains. Dann wieder kommen Passagen vor, die sich hypnotisch-monoton wiederholen. Das alles würde ich „Noise-Rock“ nennen, wenn auch nicht von der extremen Sonic Youth-Variante, bei der gar keine Songs mehr übrig bleiben.

Vergleiche ich die Sache mit alten Therapy?-Scheiben, so ist es zwar klar als Therapy? zu erkennen, aber mit „High anxiety“ und auch mit „Troublegum“ gibt es wenige Gemeinsamkeiten. Der beste Vergleich für diese Platte wäre meiner Meinung nach die Phase vom Beginn der Band („Babyteeth“) bis unmittelbar vor „Troublegum“ („Shortsharpshock ep“).
Ich musste diese CD oft hören, bis sie mir richtig gefiel. Dafür ist dieser Eindruck dann auch besonders nachhaltig.

Hier küre ich „Never apologise never explain“ zur besten Therapy?-Scheibe, weil sie besonders genial Innovation und Abgerocke vereint.
Insgesamt weniger eine Platte um fröhlich zu sein, als eher eine, um Agressionen abzubauen. Eben „Die motherfucker, die!“.

2. Troublegum (1994, 45:37)
Oft kaut man auf Problemen herum, wie auf Kaugummi. Könnte man fast sagen, man kaue wieder Problemgummi. Aber was für Probleme sind hier gemeint?

Bei dieser Therapy? CD geht es fast ausschliesslich um Probleme des Erwachsenwerdens.  Psychisch Aufwühlendes aus der Zeit der Pubertät bis zu den beginnenden 20ern.
Und dieses alles aus männlicher Perspektive, nämlich der von Andrew Cairns. Diesem ging es wohl in seiner Jugend gar nicht gut, so dass er sich von „Knives“ gepeinigt fühlte, völlig neben sich stand, wenn er es mit dem weiblichen Geschlecht zu tun hatte („Trigger inside“) oder auch sehr viel „Isolation“ (Joy Division-Cover) verspürte. Ich vermute, Andrew war recht schüchtern, ein Außenseiter ohne Selbstvertrauen, auf den die gutaussehenden Mädels nur herablassend darniederlächelten.

Dies alles verarbeitet er textlich in „Troublegum“ – inzwischen natürlich mit einigen Jahren Abstand. Man könnte diese CD demnach fast als Konzeptalbum bezeichnen. Jedenfalls inhaltlich liegt ein Konzept zugrunde und dazu passt z.B. auch das witzige und zugleich beklemmende Outtro: „You are my sunshine“, auf der Akustikgitarre (oder Ukulele) gespieltes.

Was die Musik angeht, so würde ich es mal Power-Indierock nennen, mit deutlichen Anleihen an Punk, Hardcore und Heavy Metal. Bei einem Song spielt Page Hamilton von Helmet mit und das passt.
Schon die ersten Sekunden sagen klar wo’s hier die komplette Spielzeit über langgehen wird: kraftvolle Akkorde, Gesang der oft zu Geschrei wird und vor allem heftige Drums, die die Energie des Punk haben aber den blechernen Sound von steriler Technik. Industrial-Einflüsse wurden Therapy? in der Anfangszeit oft nachgesagt. Damit waren sicher zum Teil diese Drums gemeint (allerdings auch Samples und verfremdeter Gesang).

Es ging ja denn auch ganz gut aufwärts mit dieser Scheibe und der Gruppe wurde manchmal kommerzieller Ausverkauf vorgeworfen. Klar, so „indie“ und vertrackt wie auf ihren ersten Platten klangen sie hier nicht mehr. Es wurden weniger Stile gekreuzt und nicht nur aber mehr auf Melodie und Eingängigkeit gesetzt.
Meine CD stinkt übrigens noch immer, als wäre sie gerade eben erst aus der Plastikverschweißung gerissen worden. Wahrscheinlich aus üblem recycelten Sondermüll hergestellt.

3. High anxiety (2003, 40:32)
„High anxiety“ ist ein Jungbrunnen! Auf keiner anderen Platte rocken Therapy? so schnell: in 30 Minuten sind zehn Songs durch. Der letzte braucht dann nochmal zehn Minuten, besteht aber in Wirklichkeit auch aus zweieinhalb Stücken.

Das muss erstmal noch nicht toll sein. Ist es aber. Diese Platte hat nämlich nicht nur Energie und Spielfreude zu bieten, sondern auch Songs die ins Ohr gehen und zum Mitrocken auffordern.

Dabei steht der Sound dieser Platte im gesamten Oeuvre der Band recht alleine. Jedes einzelne Stück ließe sich zwar gut auch auf einen anderen Longplayer ab „Troublegum“ packen, aber in dieser Zusammenstellung gab’s das noch nicht. Das Zwei-Gitarren-Spiel wird perfektioniert. Entweder Wälle oder einmal Schrammel und einmal Solo. Die Kunst des breaklastigen Schlagzeugspiels wird (wie öfter) zelebriert, obwohl der Typ an den Drums doch der Neue ist. Alleine der Bass wummert mehr songdienlich und weniger abgefahren als zu anderen Zeiten.

Vereinzelt geht es auch etwas ruhiger zu. „Nobody here but us“ bietet sleazige und auch unverzerrte Gitarren und ist im Grunde ein Popsong. Das ist schön melodisch und hätte vielleicht auch auf „Infernal love“ gepasst. Nicht weltbewegend natürlich, aber gut gemacht und gut hörbar.
Das sich anschließende „Watch you go“ wiederum passte wunderbar auf die „Shortsharpshock ep“, wenn man berücksichtigt, dass dort nur eine Gitarre und ein etwas sterilerer Sound dabei waren.
Die Single „If it kills me“ gefiel mir zunächst am schlechtesten von allen Songs, doch sie wuchs mit jedem Hördurchgang. Auch sehr melodisch mit etwas vertrackten Gitarrenläufen könnte das tatsächlich was für eine Tanzfläche sein.
Um die Rundschau zu vollenden: „Not in any name“ könnte gut auf „Suicide pact“ passen: bedrohlicher Basslauf und energetischer geschrieener Refrain, bei dem die Instrumentierung an Presslufthammerattacken erinnert. Sehr geil!
„My voodoo doll“ verneigt sich vor den Undertones auch wenn das was nach Keyboards klingt wohl eher eine Gitarre ist. Und natürlich auch etwas flotter gespielt, als es 1978 üblich war. Das macht Laune! Auch hier kann ich nur den neuen Drummer Neil Cooper loben: da hätten sie keinen passenderen finden können.

Insgesamt ist dies hier mehr Punkrock mit weniger abgedrehten Ideen als sonst. In gewisser Weise kommerzieller, aber direkt anbiedern kann man sich mit solcher Musik auch nicht.

4. Cooked timber (2009, 49:22)
Solch ein Album mit solch einem Sound hatten Therapy? noch nicht aufgenommen. Zusätzlich war auch ganz gut, dass sich diese Scheibe vom Vorgänger „One cure fits all“ unterschied, denn der war so gänzlich ohne Ecken und Kanten und auf Dauer ein bisschen langweilig.

Der Opener „The head that tried to strangle itself“ hat zwar einen ziemlich schrägen, geilen Titel, ist aber trotzdem nur ein fader Vorgeschmack auf das Kommende. Man hört hier schonmal, dass sowohl Gitarre als auch Bass sehr viel dumpfes Grolllen produzieren und Neil Cooper wiedermal überirdisch ist. Aber das war’s dann auch.
„Enjoy the struggle“ gibt dann die Marschrichtung an: eruptives aber dennoch melodisches Abgerocke mit eingängigen und auch düsteren Momenten. Beim vierten Song „Exiles“ wird’s ein klein wenig psychedelisch, aber immer im Rahmen eines doomigen Indierocks. Vermehrt repetitives Spiel der Instrumente ist auf der ganzen Platte zu hören und nur gelegentliche Leadgitarren (zusätzlich zur rhythmischen). Andy Cairns singt eindringlich, auch Refrains gibt es reichlich.
Diese CD klingt abgefahren, doomig und zugleich gut hörbar, nicht zu düster. Im Gegensatz zu vielen anderen ihrer Platten sind hier kaum Punkeinflüsse zu hören, dafür gibt’s den ersten Therapy?Song über 10 Minuten („Magic mountain“), der sich eher von ewig dahinjammenden Hippiebands beeinflusst zeigt und meiner Ansicht nach zirka vier Minuten zu lang geworden ist.
Ein bisschen aus der Reihe fällt „I told you I was ill“, das nicht so doomig ist, trotz des sehr dominanten Basses.

Insgesamt eine sehr gute Therapy?Platte, die ich mir weiterhin gerne anhöre. Und dass sie immer noch bereit sind, zu experimentieren und Neues auszuprobieren, haben sie auch mal wieder gezeigt.

5. Babyteeth (1991, 27:41)
Auf ihrem Debut präsentieren sich Therapy? als eine Art Industrialrockband mit Punk- und Metaleinflüssen.
Der Sound dieser Aufnahmen ist nicht so ganz herausragend und man merkt auch ein bisschen, dass hier noch Neulinge am Werk sind. Allerdings sind die Songs fast alle überzeugend mit entweder gelungenen Refrains („Meat abstract“, „Skyward“) oder einer Brutalität, dass man sich akustisch verhauen fühlt („Punishment kiss“, „Animal bones“).

Heute noch sind Songs dieser Platte im Liverepertoire von Therapy? und auf meinem ersten Tonträger der Band, der „Opal mantra“-Single (1993), war auch eine Liveversion von „Innocent X“. Jenes ist auch weiterhin mein Lieblingslied dieser Mini-LP, das auch schon andeutet, wo es auf „Troublegum“ hingehen sollte. Hooks, Rock und jedes Instrument auffallend gut.

Auf der CD „Caucasian psychosis“ bekommt man „Babyteeth“ zusammen mit der zweiten Mini-LP „Pleasure death“, die leider wesentlich weniger gelungen ist, aber mit „Potato junkie“ immerhin einen (Therapy? internen) Hit enthält.

6. Suicide pact – you first (1999, 71:11 mit ca. 15min Stille)
„Suicide pact“ war ein Befreiungsschlag. Weg vom Kommerz, hin zur künstlerischen Freiheit. Mit einem Majorlabel wäre diese Scheibe nicht möglich gewesen.
Da ich schon vorher besonders die abgefahrenen Seiten von Therapy? gut fand, war diese Platte genau das richtige für mich.

Die CD beginnt mit groben Gitarren und den Worten „Hey baby, I dig your scars“. Der Song heißt „He’s not that kind of girl“ und die Gitarren schwanken zwischen Kinderverstärker, Wällen und leichtem Irrsinn. Ein ziemlich repräsentativer Song für die CD.
Auch bei „Wall of mouths“ paaren sich schräge Gitarren mit abgedrehtem Gesang. „Jam jar jail“ ist etwas straighter, aber dreckig. Das gleiche gilt für „Hate kill destroy“, das trotzdem einer der schwächeren Songs ist und  als Single ausgekoppelt wurde.
„Big cave in“ ist ein über fünfminütiges, etwas improvisatives, rein instrumentales Stück. Nicht großartig, aber ok.
„Six mile water“ kommt akustisch daher, ein nicht sehr aufregendes aber dennoch ungewöhnliches Lied. Es unterstreicht die leicht depressive, psychotische Atmosphäre des Albums.
„Little tongues first“ konnte man ’99 mal kurz als Video im Musikfernsehen bestaunen. Ein Song, der zugleich Single-Qualitäten hat, und trotzdem nicht so richtig straight ist und ziemlich einfallsreich und rotzig klingt.
„Ten year plan“ sind klassische Therapy?, sehr deutlich vergleichbar mit der Vorgängerplatte „Semi-detached“.
„God kicks“ danach ein kleiner Song, bei dem vor allem Andy Cairns knödeliger, ziemlich nach depri-Sauferei klingender Gesang im Vordergrund steht. Dazu gibt’s eine leise Instrumentierung aus Akustikgitarre und Cello. Damit ist das deutlich der abgefahrenste Song der Platte, sehr ungewöhnlich.
Gleich im Anschluss rockt „Other people’s misery“ wie Sau. Das einzige Stück mit richtig Punk dabei.
Zum Abschluss „Sister“, leider der Schwachpunkt der Platte, monoton und öde, auch wenn die Band ihn immer mal gerne live zum besten gibt.

„Suicide pact“ taucht nicht in irgendwelchen „best-of-the-90s“-Listen auf und hat sich schlecht verkauft. Auch einige Therapy?Fans finden die CD nicht so gut. Trotzdem war es ein Schritt nach vorne und ich finde die Platte großartig. Es war gut , mal verdichtet die experimentellere Seite Therapy?s zu hören. Dass danach „Shameless“ ziemlich scheisse war, wundert mich noch immer (trotz Jack Endino!).

7. Nurse (1992, 40:28)
„Nurse“ erschien zwischen „Pleasure death“ und „Troublegum“ und zeigte eine Band, die sich etwas weg von den Samples und hin zu konventionelleren Songs orientiert. Das ist erstmal weder gut noch schlecht und „Nurse“ hat auch einen Haufen guter Songs zu bieten. Leider sind die nicht besonders gut aufgenommen.
An vielen Stellen hätte den Stücken etwas mehr Druck (eben wie bei „Troublegum“) gut getan und ein differenzierterer Sound wäre auch ganz gut gewesen.

„Teethgrinder“ ist ein guter, aber sehr schräger Song, der stark an die ersten beiden Mini-LPs erinnert. Er wurde zeitgleich mit „Nurse“ als EP ausgekoppelt, mit drei ebenfalls etwas seltsamen und leider unterproduzierten non-LP Songs dazu.
„Accelerator“ ist moderner Punk und kam auf die „Shortsharpshock ep“ zusammen mit „Screamager“, noch vor „Troublegum“. Ja und da passt es auch gut hin.
Ebenfalls mit einem noch auf „Troublegum“ zu Ruhm zu gelangenden Song („Turn“) wurde „Neck freak“ 1993 auf der „Face the strange EP“ nochmal unter’s Folk gebracht. Dieses Stück war damals ein Livehighlight und deutet schon ein bisschen Therapy?s Freude an der Repetition an.
Sehr gut gefallen mir außerdem „Disgracelands“, „Perversonality“ und „Nausea“.
Gegen Ende lässt die Scheibe dann allerdings ein bisschen nach. Wer nur „Troublegum“ kennt, wird aber vor allem über die oben angesprochenen Soundmängel verwundert sein, zumal „Nurse“ nur 16 Monate früher erschien.

Aber ich meckere hier (wiedermal) auf hohem Niveau. „Nurse“ ist eine gute Platte, bei der die vielen hervorragenden Songs ein paar Schwächen ausgleichen können.

8. Infernal love (1995, 48:44)
Diese Platte ist umstritten. Gleich sechs Songs wurden als Single ausgekoppelt und im Vergleich zu „Troublegum“ klingt sie nach „Therapy? light“.

Ich erinnere mich noch, dass damals auch über den Albumtitel gelästert wurde: wer „Love“ im Titel hat, ist nicht mehr Rock – oder so. Heute würde mich viel eher das Covermotiv stören, denn wenn eine Band ihre Gesichter außen drauf macht, hat das meistens auch nichts Gutes zu bedeuten.

1995 fand ich „Infernal love“ super und hab sie rauf und runter gehört. Allerdings war die Halbwertszeit nicht so hoch. Durch die lange Pause bis zum Nachfolger „Semi-detached“ verlor ich sogar zeitweilig das Interesse an der Band.

Von heute aus gesehen finde ich „Infernal love“ tatsächlich zu glatt und poppig produziert, außerdem sind einige der Songs sich recht ähnlich. Entweder hatte man es sehr eilig, die Scheibe fertigzustellen, oder die Band war ein wenig ausgebrannt.
Immerhin klingt alles aus einem Guss und das Cello macht sich auch an einigen Stellen ganz gut. „Stories“ gefällt mir noch immer sehr gut, „A moment of clarity“ ist sehr stimmungsvoll (und bedrückend) und zum Schluss rockt „30 seconds“ sehr gut. In letzterem heißt es „there is a light at the end of the tunnel“ und angeblich wollten Therapy? hier ursprünglich singen „there is no light…“, wurden dann aber von ihrer Plattenfirma korrumpiert.
Dazwischen gibt’s mit „Jude the obscene“, „Bowels of love“ und „Loose“ noch etwas lasche, wenig spannende Kost und mit „Diane“ eine ganz großartige Coverversion des Hüsker Dü-Songs über einen Frauenmörder. Leider spielen sie den live immer noch und zwar ohne Cello als Rockversion, was deutlich gegen die „Infernal love“-Variante abfällt.

Insgesamt also keine schlechte Platte, aber auch nicht das, was man nach „Troublegum“ erwartete.

9. A brief crack of light (2012, 41:11)
Diese CD ist ja noch ziemlich neu und ich sage dazu nichts, außer dass alles hier geschrieben steht.

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10. Semi-detached (1998, 44:36)
Wahrscheinlich müsste man objektiv gesehen „Semi-detached“ etwas höher in der Rangliste platzieren.
Aber wie schon erwähnt, fiel diese Platte bei mir gerade in eine Phase des Therapy? -Desinteresses, so dass ich sie erst im Nachhinein kennen lernte und auch nie so richtig mit ihr warm wurde.

Die Singles „Church of noise“ und „Lonely cryin only“ sind gut, hätten meiner Ansicht nach aber noch ein bisschen mehr Punch gebrauchen können. Ich habe das Gefühl, Therapy? war nach „Infernal love“ ein bisschen das Selbstvertrauen flöten gegangen.
Die CD ist aber insgesamt rockiger und besser produziert.
Gut gefällt mir „The boy’s asleep“, ein depressives, ruhigeres Lied, das auch gut als Übergangsstück zwischen „Infernal love“ und „Suicide pact – you first“ geeignet ist.
„Tightrope walker“, „Straight life“ und „Stay happy“ sind gute, flotte Rocker, bei denen hier und da auch mal ein kleiner interessanter Effekt dabei ist. Der Rest der Scheibe geht beim Hören weitgehend an mir vorbei. Wenn die Band mal den einen oder anderen live spielen würde, könnte sich das ändern. Aber sie scheinen selbst nicht mehr ganz so zufrieden mit dieser Platte zu sein.

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kleiner Seh-Tipp am Ende:
Therapy? 2012 live:
– vertrackt, aber trotzdem super hier
– old school, punkig und auch ein wenig vertrackt hier

Stay alive and rock on,
Harvey

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3 thoughts on “Therapy? Top10 Longplayer

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