Highfield Festival 2012

Zum Glück nicht meine…

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Vergangenes Wochenende war ich auf dem Highfield-Festival am Störmthaler See bei Leipzig.

Hier ein paar Eindrücke:

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Angeblich sollen 20.000 Zuschauer dagewesen sein, mir kam’s eher vor wie 40.000. Es war sehr voll, vor allem auf dem Campingplatz. Genügend Duschen gab es auch nicht und um im See baden zu können, musste man 30 Minuten anstehen. Auf dem Gelände selbst waren alle Bierwagen den ganzen Tag mit gleicher Mannschaftsstärke ausgestattet, das heißt auch nachts beim Headliner lief genau ein Bierhahn pro Wagen. Der war dann permanent von ca. 50 Durstigen umlagert; naja, wir kannten ja die Warterei schon vom See und den Duschen 🙂

Flunky Ball geht bei brütender Hitze ebenso wie nachts.

Ansonsten war es natürlich bullenheiß und es gab kaum Schatten. Schade für einige Bands, die nachmittags vor 200 Leuten spielen mussten – weil gerade so viele in den schmalen Streifen Schatten vor der Bühne passten. Trotz der irren Hitze waren aber alle friedlich und gut drauf!
Ein bisschen nervte noch, dass die beiden großen (und einzigen) Bühnen sich beeinflussten. Wenn auf beiden Bühnen Bands aktiv waren, dann hörte man in jeder Pause zwischen den Songs sehr deutlich die andere Bühne.
Etwas unglücklich auch, dass sich am Sonntag so viele geniale Bands aneinander reihten, dass ich von jeder ein Stückchen verpassen musste. Für mich auch unverständlich, dass eine Band wie Labrassbanda am Freitag Headliner auf der blauen Bühne ist, aber The Subways am Sonntag um 17 Uhr spielen müssen.

Womit wir jetzt aber endlich beim eigentlichen Thema wären: der Musik! Und da lief sehr viel gute von! Hier meine Top5 der tollsten Highfield-Konzerte:

1. The Gaslight Anthem
Wie immer musikalisch genial zwischen Tanzlust und Rührung. Und auch sympathische Ansagen von Brian Fallon, zum Beispiel über alte Kassetten mit den Misfits drauf.

2. Within Temptation
Sharon den Adel sah trotz der Hitze frisch und sogar jünger als auf diversen Fotos aus, aber nicht deswegen fand ich den Auftritt so gut. Nein, sie war erstens exzellent bei Stimme, zweitens wurde hier ordentlich gerockt. Na und ich liebe diese cheesy Songs (Genre: Fantasyrock) einfach!

3. Good Riddance
Präzise gespielter, melodischer US-Punk mit leichtem Hardcore-Einfluss. Ging ab, ging ins Ohr, machte Spaß!

Good Riddance beim Highfield 2012 inklusive Staubwolken aus dem Pit

4. The Black Keys
Die habe ich erst kürzlich entdeckt. Moderner Indie-Blues, vorgetragen von zwei etwas nerdigen Typen, die ein echtes Feeling für diese Musik haben. Hin und wieder waren noch zwei andere Leute als Ergänzung dabei und auch die neuen, tanzbareren Songs waren gut.

5. Refused
Damals, als Refused noch „lebten“, habe ich von ihnen nur den Hit wahrgenommen. Später hörte ich sie mal an und so richtig mein Ding waren die nicht. Wohl weil sie nicht straight genug spielten und auch der Gesang meistens in Geschrei ausartete. Letzteres gab es aktuell weniger, vielleicht weil Sänger Dennis Lyxzen sich zwischenzeitlich mit The (International) Noise Conspiracy an normalen Gesang gewöhnt hat. Richtig beeindruckend war aber an diesem Konzert, dass er wie in alten Zeiten unheimlich abging, ständig am Rumspringen war und auch keinen Tag älter aussah als noch im Film „Refused are fucking dead“.

Das waren dann meine Favoriten!

Außerdem gut waren Mark Lanegan, Bonaparte, A Wilhelm Scream, The Crookes, Me First & The Gimme Gimmes, Social Distortion, The Subways, Agnostic Front und Placebo.

Einzige Band, die ich gesehen habe, die mir nicht gefiel, waren Broilers. Bei allem anderen, was schlecht war, bin ich am Zelt geblieben und hab mir ’nen Bier aufgemacht.

Stay alive and rock on
Harvey

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